Bauen mit Generalunternehmen
Zu der Frage, ob das Bauen mit Generalunternehmern billiger sei als die traditionelle Beauftragung von kleinen und mittelständischen Bau- und Handwerksbetrieben, schrieb im Jahr 1999 im Deutschen Architektenblatt der Präsident der Bundesarchitektenkammer, Herr Dipl.-Ing. Peter Conradi.
Hier einige Kernaussagen:

„An die Stelle der traditionellen Ausschreibung und Vergabe der Einzelgewerke sind zunehmend Funktionalausschreibungen getreten, bei denen ein Bauwerk in einem Leistungsprogramm dargestellt, ausgeschrieben und vergeben wird. Gelegentlich werden Bauleistungen auch in der Form von Fachlosen an Generalunternehmer ausgeschrieben. …...“

„Weil die [Funktional-]Ausschreibung nicht präzise genug ist, kommt es hinterher zu hohen Nachforderungen und endlosen Streitigkeiten. ……“

„Nun hat die Vermögens- und Finanzverwaltung des Landes Baden-Württemberg beim Projekt Finanzamt Ludwigsburg in einem Pilotversuch die unterschiedlichen Realisierungsmöglichkeiten in einem Wettbewerb untersucht. ......“

„Das Ergebnis: Die Ausschreibung und Vergabe von Einzelgewerken in Fachlosen war die preiswerteste Lösung. ….. Die schlüsselfertige Ausschreibung an einen Generalunternehmer war 5,18 %, die Vergabe an einen Generalunternehmer in Fachlosen 15,74 % teurer.
Die Vergabe an einen Investor war um 9,24 %, die Leasingfinanzierung um 13,33% teurer als die Vergabe nach Einzelgewerken.“
18.08.2005 Quelle: Deutsches Architektenblatt 12/1999

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